Tempeltanz - Klassischer indischer Tanz Bharatanatyam

Klassischer indischer Tanz wird immer bekannter und beliebter. Durch die indische Filmindustrie ist die indische Kultur familiär geworden

und doch ist der klassische Tanz in seiner originalen Form selten live zu sehen.

Bringt Glück, Freude und Segen überall, wo er getanzt wird!

Der Name Bharatanatyam setzt sich zusammen aus den Begriffen bhava(Ausdruck), raga (Melodie), tala (Rhythmus) und natyam (Tanz).

Bharatanatyam gehört zu den vollkommensten Formen der Kunst. Zudem ist er seit Jahrtausenden ein wichtiger Bestandteil von Eröffnungszeremonien und Kulturprogrammen.

 

Im Veda, der Sammlung ältester indischer Schriften, werden die Götter und Göttinnen mit Tänzern und Tänzerinnen verglichen. Bharatanatyam ist ein Abbild des ewigen kosmischen Tanzes.

In den Bharatanatyam Tänzen sind Elemente Rhythmus, Melodie, abstrakter Tanz und Ausdruckstanz mit Gefühl, vereint.

Jeder Takt und jeder Tanzschritt ist mathematisch berechnet und exakt festgelegt. Jede Augen- und Fingerstellung hat eine spezielle Bedeutung. Die indische Karnatische Musik wurde speziell für einzelne Tänze komponiert.

Schon die bloße Erscheinung der Tänzerin verändert die Atmosphäre im Raum: sie ist mit traditionellen Hochzeitsornamenten geschmückt und trägt ein prächtiges, farbenfrohes Kleid, das mit Gold bestickt ist. In ihren Haaren leuchten Jasminblüten, die Reinheit symbolisieren.

Der  Klang  ihrer  Glöckchen  vertreibt   schlechte Energien. Die mit Glückssymbolen rot bemalten Hände und Füße ziehen das Glück an.

Die Aufgabe der Tänzerin ist, durch ihr Können Glück und Segen „herbeizutanzen“.

 

„…Durch seine Direktheit erreicht er alle Menschen und bleibt doch rätselhaft in seiner unübertroffenen Koordinationsfähigkeit, seiner rhythmischen Kraft und seiner geheimnisvollen Grazie. Er ist der älteste Tanzstil der Welt, und in ihm liegt jene wissende Bewegung, die Natur und Mensch verbindet…“

Zitat aus dem Buch “Lotusblüten öffnen sich – Das Geheimnis des Indischen Tanzes” von Anjali Sriram

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